Vilsecker Wallfahrer kommen auch heuer zum Berg

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Bereits zum neunten Mal werden heuer bis zu 100 Gläubige von acht bis 80 Jahren am ersten Bergfestsonntag singend und betend die 14 Kilometer zum Frohnberg bei Hahnbach absolvieren.
Am frühen Morgen wird bereits bei oft sehr frischen Temperaturen vor der Pfarrkirche um 4.30 Uhr losgegangen.

Von der Freiwilligen Feuerwehr gesichert und natürlich am Landratsamt angemeldet, bewegt sich der lange Zug mit einem geschmückten Tragkreuz voran zuerst bis Süß, wo man sich normalerweise vor dem letzten Teil der Wallfahrt gemeinsam stärkt.
Das Besondere an der Frohnbergwallfahrt sei das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeinden Vilseck, Schlicht und Sorghof, erklären alle. Nur bei diesem „Beten zum Frohnberg mit den Füßen“ sei man in dieser Gemeinschaft unterwegs und fühle sich wie eine „große Familie im Glauben“. Dabei sind es gar nicht immer die gleichen Teilnehmer, sondern es kommen durchaus auch neue hinzu, andere wieder „setzen aus“. Für manche sei diese Wallfahrt auch der „Einstieg oder Probelauf“ für die 25 Kilometer lange Wallfahrt der Vilsecker nach Gößweinstein und zurück, bekommt man zu hören.
Gut ist auch, so weiß man, dass die Vorbereitung auf mehreren Schultern ruht. Da organisiert die Pfarrsekretärin Veronika Pröls die Feuerwehr und die Formalitäten mit den Ämtern. Auch das Finden und Kopieren von besinnlichen Texten und den Liedern ist ihre Aufgabe. Hans Weiß fungiert als Vorbeter und stimmt auch gern die Lieder an.
Die Motive dieser Wallfahrt sind so verschieden wie ihre Teilnehmer. Da schätzen viele das ruhige, besinnliche In-sich-Gehen. Andere lernen wieder neu, sich von der erwachenden Natur und einem Besinnen auf ihren unbegreiflichen Schöpfer faszinieren zu lassen. Wieder andere wissen von einer „mit jedem Schritt“ zuwachsenden Kraft fürs tägliche Leben und gegen manches Leid. Auch Sorgen bringen viele mit, um sie der Gottesmutter hinzuhalten, ja sie dort abzuladen und vielleicht auch einen neuen Aspekt, eine neue Sichtweise zu finden. Wieder andere gehen „ex voto“, das heißt aus Dank für eine körperliche oder seelische Genesung zu diesem „wunderbaren Berg“.
Genau beschreibbar ist aber für viele jenes „befreiende weg gehen“ nicht, da auch hier oft „der Weg das Ziel“ ist und im ruhigen Beten und Singen manches scheinbar Wichtige seine Schwere und Größe verlieren kann, man einfach „befreiter“ zurückkehrt. „Das Beste ist, man probiert es selber aus“, wissen die Pilger und können das Wallfahrten nur empfehlen.