Abschlussgottesdienst mit Weihbischof Dr. Graf

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„Man muss einer Sache ein Gesicht geben!“ wusste Weihbischof Dr. Josef Graf und „Jesus ist das Antlitz der Barmherzigkeit des Vaters“. Mit dem Hahnbacher Pfarrer, Dr. Christian Schulz, dem Pfarrvikar Christian Preitschaft, dem Ruhestandsgeistlichen Hans Peter Heindl, dem Primizianten Daniel Fenk und dem Diakon Dieter Gerstacker feierte er den Abschlussgottesdienst auf dem Frohnberg. Die Fahnen der KAB und des KDFB flankierten den Freialtar und sieben Kommunionkinder waren in ihren Festgewändern gekommen. Perfekte musikalische Umrahmung boten die Hahnbacher Marktbläser unter Benno Englhardt.
In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf das vorgetragene Lukasevangelium, welches „wie eine Ouvertüre“ das öffentliche Wirken Jesu beginnen ließe und zugleich das große Thema seiner Sendung deutlich anklingen lasse. Jesu Vorlesen aus dem Buch des Propheten Jesaja begann mit den Worten „Der Herr hat mich gesalbt … dass ich ein Jubeljahr ausrufe“. Auch in seiner Auslegung betonte Jesus, dass sich mit ihm die messianische Hoffnung Israels erfülle und das Jubeljahr alle Gläubigen neu auf Gott ausrichten solle.
Auffallend ist auch die häufige Verwendung des Wortes „heute“ des Lukasevangeliums, explizierte der Weihbischof, welches sich von „heute ist euch der Heiland geboren“ bis zum „heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“, das Jesus sterbend dem Schächer zusagte, durch die ganze Frohbotschaft ziehe. Ganz bewusst wollte Jesus „das Heil im Jetzt“ bis in unsere Zeit hinein.
Dies gelinge für den Gläubigen, wenn er „auf Jesus schaue“ und sich im Gebet und bei der Bibellektüre direkt von ihm ansprechen lasse. Dann könne man der eigenen Armut und Notlage das von Jesus zugesagte Heil entgegensetzen. Auch das Vertrauen, dass Jesus einem Jeden „in seiner Gefangenschaft Befreiung zusprechen“ könne und so „Herzensblindheit in Licht verwandle“, lassen Gottes erbarmende Liebe erfahren. Im Empfang der Sakramente, wie der Eucharistie und der Beichte sei „das Geschenk des heutigen Heils“ ebenfalls erfahrbar. Allerdings sei diese „Gabe auch Aufgabe“ und verlange „geistige und leibliche Werke der Barmherzigkeit“. „Verhärten sie nicht ihr Herz, schauen sie hin und handeln sie, sagen sie gute Worte, zeigen sie ein freundliches Gesicht“, wünschte Dr. Graf, dann strahle man die Barmherzigkeit Gottes in unserer Zeit aus. Selber das Gesicht der Barmherzigkeit Gottes zu werden bleibe doch eine „wunderbare Berufung für uns alle“, schloss der Bischof.
Pfarrer Dr. Christian Schulz setzte hinzu, dass das Pontifikalamt „nicht ein Schluss der Festwoche, sondern eher ein Doppelpunkt, ein Auftrag“ sein solle. Umfassend dankte er „den vielen Kräften, die von morgens bis abends“ einen „unermüdlichen Einsatz“ gezeigt haben mit einem „Vergelt’s Gott“. Den Gottesdienstbesuchern wünschte er „reiche Frucht im Alltag“.
Franz Erras und Josef Rauch überreichten Dr. Schulz einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen vom Förderverein für die Hahnbacher Kirchen.
Markus Hubmann, der Sprecher des Pfarrgemeinderats, dankte ebenfalls allen Diensten und lud zum Mausbergfest von 4. bis zum 11.September ein.

 
Ein Pontifikalgottesdienst mit dem Regensburger Weihbischof Dr. Josef Graf schloss die Frohnbergfestwoche
 
 Josef Rauch und Franz Erras überreichten Pfarrer Dr. Schulz einen Scheck über 10.000 Euro für die Kirchen der Pfarrei