Primizsegen beim Gottesdienst für Kranke u. Behinderte

Erstellt: 11. August 2015 Veröffentlichungsdatum
Geschrieben von M. Moosburger

Die Eucharistiefeier für Kranke und Behinderte konzelebrierten mit dem Neupriester Adam Karolczak, Dr. Stephan Annan und Pfarrvikar Christian Preitschaft. Diakon Dieter Gerstacker assistierte. Pfarrer Dr. Christian Schulz begrüßte auch die baldigen Diakone Daniel Fenk und seinen Kurskollegen auf der Altarinsel. Das Nachwuchsorchester der Hahnbacher Marktbläser unter Stefanie Daubenmerkl begleitete perfekt den Gottesdienst.
Dr. Schulz erinnerte sich zu Beginn seiner Homilie an ein Gespräch mit seinem Weihebischof, der erfahren musste, dass nicht selten Priester sich mit dem Sterben am Schwersten tun. Die Angst ihre Herde allein lassen zu müssen, falle vielen oft sehr, ja zu schwer. Dagegen wünschte sich der Prediger, dass man „das Herz fest werden lassen solle in der Hoffnung“ und in einer „Liebe zum Leben“ ein wirkliches Glaubenszeugnis gebe, „dass diese Welt nicht alles ist“.
Ein heiligmäßiges Beispiel hierfür sei das Leben tief gläubigen der Gianna Beretta Mola, einer Kinderärztin, welche, ihrem vierten Kind trotz eines Gebärmuttertumors das Leben schenken konnte. Als sie nach dem Kaiserschnitt an einer Bauchfellentzündung tödlich erkrankte, verzweifelte sie nicht. Nachdem sie sich zu Hause noch von ihren Lieben verabschieden konnte, waren ihre letzten Worte „Jesus, ich liebe dich“.
Ihre mutige Entscheidung für das Leben könne von niemandem abverlangt werden, so der Seelsorger, doch strahle ihr gelebtes Beispiel weit. Denn sie hatte eine „Zuversicht, die über die Welt hinausreichte“. „Umklammern sie das Leben in dieser Welt nicht zu fest“, wendete er sich an die Zuhörer, „und verlassen sie sich auf die Kraft des Evangeliums“. „Denn dann entsteht ein Trost, den man sich nicht selbst schenken kann.“ „Lieben wir das Leben, aber hängen wir uns nicht daran“, resümierte der Seelsorger, denn wir wissen „Jesus liebt uns unendlich.
Im Namen der Behindertengruppe des Kneippvereins dankte Hannelore Schuster allen und erinnerte an die „vielfältigen kleinen Zeichen, Worte und Ereignisse, die den Alltag lebenswert machen, staunen und dankbar werden lassen“.
Adam Karolczak spendete allgemein und auch einzeln zum Abschluss seinen Primizsegen.

Neupriester Damm Karolczak war Hauptzelebrant beim Behinderten- und Krankengottesdienst auf dem Frohnberg.

Zelebranten beim Gottesdienst

Das Nachwuchsorchester der Hahnbacher Marktbläser unter Stefanie Daubenmerkl überzeugte mit harmonischen Klängen.

Das Nachwuchorchester