Sonntagvormittag mit Familiengottesdienst und vielen Pilgern

Erstellt: 09. August 2015 Veröffentlichungsdatum
Geschrieben von M. Moosburger

Umgekehrt proportional zur Entfernung zum Frohnberg waren die Zahlen der Pilger am ersten Bergfestsonntag.
So kamen die Vilsecker mit fast 100 rüstigen und jungen Betern die 14 Kilometer zum Frohnberg,
die Iberinger mit fast 40 und die Süßer mit knapp 30 Gläubigen.
Schon um 4.30 Uhr morgens waren die Wallfahrer in Vilseck aufgebrochen, um betend und singend bereits vor der Frühmesse um 8.30 Uhr mit dem
Lied "Kennt ihr das Bild" in die Kirche einzuziehen.
Um 8 Uhr morgens dann waren, wie schon viele Jahre lang, die Pilger in Iber aufgebrochen und beim Durchzug durch Dürnsricht, Pickenricht und
Luppersricht gesellten sich ihnen immer mehr Mitbeter hinzu. Zum fünften Mal sind die Süßer Wallfahrer unterwegs und stolz auf ihr eigenes Wallfahrerkreuz,
welches sie noch viele weitere Jahre auf den "heiligen Berg" ihrer Pfarrgemeinde tragen wollen.
Den Familiengottesdienst um 10 Uhr umrahmte die 15 köpfige Singgemeinschaft St. Jakobus unter Kurt Lehnerer mit den drei Klarinettistinnen
Stefanie und Julia Schuster sowie Irene Klier und Christof Weiß am E-Piano und der Orgel überzeugend harmonisch.
"Die Familie als Hauskirche" war Thema der Eucharistiefeier und Kinder trugen Texte vor und spielten Szenen zu
"Knoten verursachen und Knoten lösen". Pfarrer Dr. Christian Schulz erklärte, dass manche Knoten durch ein "Nicht-Nachgeben-Wollen" immer fester würden und oft nur durch "Entschuldigungen" sich lösen würden.

Kirche sei auch nicht in erster Linie ein Gebäude oder der Gottesdienst, sondern "Kirche findet in der Familie statt", betonte der Pfarrer. Da man sich seine Familie nicht aussuchen könne, sei man oft "auf Gedeih und Verderb" aneinander gebunden. Viele ideelle Bausteine bildeten die Hauskirche und das Miteinander sollte zeigen, dass "Jesus da ist".
Wenn Kinder ihre Eltern beten sehen, würden sie begreifen, dass über diesen noch "Jemand" sei und auch diese sich verantworten müssten. "An den Eltern lesen Kinder ab, was es heißt Christ zu sein.", wusste der Seelsorger.
Leben solle man "im Geist der Vergebung" und würde man, wie Jesus es gefordert hat, so wie er bis zum Tod und noch im Sterben am Kreuz, unbegrenzt und immer wieder vergeben, könne die Familie echte Hauskirche sein.
Jesu Worte: "Du bist mein Kind, ich lass dich nicht fallen" werden zum "Schöpfen aus der Quelle Jesu" und trügen auch durch manches "Auf und Nieder". Wie Maria, der "Knotenlöserin", richte man sein Leben an Gott aus und im Bemühen darum bleibe man auf dem rechten Weg. "Jesus wird dann alles gut machen, darauf dürfen wir uns verlassen", schloss der Pfarrer.

Kinder stellten szenisch "Alltagsknoten" im Familiengottesdienst dar.

Die Singgemeinschaft St. Jakobus unter Kurt Lehnerer umrahmte gekonnt mit vier Instrumentalisten die Eucharistiefeier.

Pfarrer Dr. Christian Schulz, Diakon Georg Lindner und der Priesteramtskandidat Daniel Fenk waren am Alter vor ungezählten Gläubigen.