Fakten zum Frohnbergfest und den leiblichen Genüssen

Erstellt: 12. August 2018 Veröffentlichungsdatum
Geschrieben von M.Moosburger

Auch dieses Jahr gilt es auf dem Frohnberg wieder nicht nur geistige Nahrung aufzunehmen ,sondern „Leib und Seel‘ zusammenzuhalten. Doch das war nicht immer so. Der gebürtige Dürnsrichter Heimatforscher Dr. Josef Weiß Cemus hat dazu in Aufzeichnungen vor 100 Jahren Folgendes gefunden:
Hahnbach, 15. August: „Heute am Feste Mariä Himmelfahrt wurde auf dem nahen Frohnberge, das Patrozinium des Bergfestes, das schon letzten Sonntag seinen Anfang genommen und bis nächsten Sonntag dauert, gefeiert. Bei dem schönen Wetter war der Besuch von hier und der Umgegend, auch aus Amberg, sehr gut. Die Festpredigt hielt über die Hilfe Mariens ein geistlicher Professor aus Nürnberg. – Wie bei allen Bergfesten in der Umgegend, gab es in dieser harten Kriegszeit auch hier weder Speise und Trank für die fremden Besucher, was schwer empfunden wird, sich aber leider nicht ändern lässt“.

Was den Bierkonsum betrifft, haben die Autoren Paul Starck und Aurel Voigt Interessantes in seiner langen Geschichte gefunden. In ihrem „fröhlichen Wörterbuch“ fanden sie zu dem Thema „Bier trinken“, dass
-  bei den alten Sumerern (ab ca. 3500 v. Chr.) die ersten schriftlichen Zeugnisse über die Braukunst festgehalten wurden. Die „Kirchensteuer“ musste sogar in Form von Bier bezahlt werden. Zum Beispiel die Beerdigung eines Toten zu beerdigen, ließen sich die Priester mit sieben Kannen Bier bezahlen.
-  das sog. „Reinheitsgebot“ für Bier auf den babylonischen König Hammurabi (1793 – 1750 v. Chr.) zurückgeht. Dieser hatte per Gesetz angeordnet, dass die schon damals hergestellten zwanzig Biersorten nur aus Getreide (Gerste, Emmer und Mischungen daraus) und Wasser hergestellt werden dürfen. (Erst 1516 hat Wilhelm IV., Herzog von Bayern, das deutsche „Reinheitsgebot“ erlassen.)
-  die alten Ägypter Bier als Stärkung für den Pyramidenbau getrunken haben.
-  die Philister in der Gegend von Palästina das Bier mit Trinkhalmen zu sich nehmen mussten, da es voller Spelzen, Getreidekörner und Trübungen war.
-  dass im alten Römercastell von Regensburg, dem Castra Regina, die älteste Brauerei in Bayern aus dem 2. oder 3. Jahrhundert ausgegraben wurde.
-  die älteste bayrische Braustätte sich in Weihenstephan befindet, welche vermutlich bereits im 8.Jahrhundert dort gegründet wurde.

Bis heute kann man übrigens dort das Brauwesen studieren.
Na dann: „Guten Appetit“ und „Prost“.